Der Grundstein für dieses Haus muss um 1800 auf der "Vörreg", der Vorderreihe, gelegt worden sein. Dicht an dicht drängten sich hier die fünf bis sieben Meter breiten Bauwerke am Alten Strom, dieser Warnemünder Lebensader, auf der sich bis 1903 noch das gesamte Schifffahrtsleben abspielt.
Haben Sie das hohe Fundament gesehen? Auch die Steuerleute, Schiffer und Kapitäne, die hier zu Hause waren, fürchteten das Hochwasser.
Auch wenn der ursprüngliche Grundriss mit der Däl (der Diele), der Stuw (der Wohn-, Arbeits- und Schlafraum) nicht mehr ablesbar ist, zeigen Fachwerkhände doch das ortstypische Schifferhaus an.
Aus alten Adressbüchern aus dem Stadtarchiv erfuhren wir für Sie, daß hier mehrere Generationen einer der sage und schreibe 16 Warnemünder Familien wohnten, die allesamt Jungmann hießen. Hier schliefen, aßen, lachten und liebten sie, warteten auf den Sohn, den Vater, den Mann, die alle auf allen Meeren kreuten. |